Benjamin Hann · 20. März 

Auch Tierhalter müssen sich aktuell mit dem omnipräsenten Thema „Coronavirus“ auseinandersetzen. Aus diesem Grund möchten wir als Tier- und Naturschutzverein Wülfrath e.V. einen kleinen Überblick zum Thema geben…

Aktuell kann man der Presse entnehmen, dass vermehrt Menschen versuchen, ihre Tiere in Tierheimen abzugeben – aus der Angst, sich über ihre Schützlinge mit dem Coronavirus anzustecken. Das Friedrich-Loeffler-Institut FLI (das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) und der Deutsche Tierschutzbund e.V. geben allerdings hier Entwarnung!
Laut FLI gibt es keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen oder eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen, weshalb ein Kontakt gesunder Personen zu Haustieren nicht eingeschränkt werden muss. Im Falle einer Quarantäne muss ebenso keine Trennung zwischen Mensch und Tier erfolgen. Hierbei sollten insbesondere junge, gesunde Personen um Mithilfe gebeten werden, die beispielsweise mit einem Hund spazieren gehen könnten. Grundsätzlich gilt, dass ein Risiko nur durch den/die möglicherweise infizierte/n Halter/in ausgeht und nicht durch das Tier. Allerdings sollten gewisse Vorsichtmaßnahmen, wie z.B. eine eigene Leine zum Gassi gehen benutzt werden.

Übrigens dürfte auch im Falle einer flächendeckenden Ausgangsbeschränkung davon ausgegangen werden, dass veterinärmedizinische Versorgungen und Handlungen zur Versorgung von Tieren (einschließlich dem Einkauf von Tiernahrung) erlaubt sein werden, wie es aktuell auch z.B. in Bayern der Fall ist.

Eins noch in eigener Sache: Der Tier- und Naturschutzverein Wülfrath e.V. steht natürlich auch derzeit in Angelegenheiten des Tierschutzes zur Verfügung, wenn auch in reduzierter Form. Wir bitten daher um Ihr Verständnis!

Weitere Infos:
FLI (FAQ) – https://is.gd/LFv5ej
DTierSchB – www.tierschutzbund.de
FAQs – www.tierheime-helfen.de/coronavirus-faqs

– Bild von Adina Voicu auf Pixabay –


Kotbeutel


Chiplesegerät
Auch der Städt. Bauhof besitzt ein Chiplesegerät zum Auslesen von Tierchips (in diesem Fall in der Regel bei tot aufgefundenen Tieren). Das Gerät hat der Tierschutzverein Wülfrath zur Verfügung gestellt. Somit besitzen ein Lesegerät in Wülfrath jetzt:
unsere beiden Tierärzte,
die Stadt (Ordnungsamt und Feuerwehr),
der Bauhof und
der Tierschutzverein.
Auf diese Weise ist es möglich das zugelaufene und/oder verstorbene Tiere schnell dem Besitzer zu melden sind. Man erspart Tierhalter dann u.U. eine lange Zeit der Warterei und Sucherei (so schmerzlich der Verlust auch ist).
Ein Chip ist die sicherste und einfachste Methode, dass ein Ausreißer (oder eben der Tod) schnell an den Besitzer zurück gemeldet werden kann. Man vermeidet so Tier und Mensch viel Hin und Her, Aufregung und Kummer.
WICHTIG: Voraussetzung ist aber, dass die Haustiere gechipt sind und dieser Chip -die Nummer steht auf einer Postkarte, welche man mitbekommt- bei einem Haustierregister (Tasso oder das FINDEFIX) gemeldet ist. Einfach die Karte abschicken oder die Nummer telefonisch oder online, mit Adresse der Besitzers, durchgeben. Diese Anmeldung ist kostenfrei.