Fledermäuse
gehören zu den geheimnisvollsten Tieren, mit denen wir Menschen es in
unseren Dörfern und Städten zu tun haben. Als einziges Säugetier der
Erde ist es ihnen gelungen, den Luftraum aktiv fliegend zu erobern. Seit
mindestens 60 Millionen Jahren besteht diese eigenständige Säugetierordnung fast
unverändert und sie zählt heute weltweit etwa 950 Arten. Es gibt reine
Insektenfresser, blutsaugende und einige vegetarische Fledermäuse und -hunde.
In Deutschland
sind etwa 21 Arten beobachtet worden, reine Insektenfresser allesamt.
Bei ihren
nächtlichen Beuteflügen
orientieren sich die Tiere mit Hilfe von
Ultraschall und Echolot und fangen Falter, Mücken und Käfer. Fledermäuse
sind nachtaktiv und scheinbar lautlos (das menschliche Gehör kann
Ultraschall nicht wahrnehmen). Wobei "scheinbar lautlos" nicht so
ganz stimmt. Ich selber habe eine "erlebt", die war zumindest
ziemlich laut - hat arg geschimpft und gezetert. Nun, die Soziallaute dieser
Tiere sind schon recht lebhaft. Später habe ich gelernt: Mütter z.B. rufen ihre Kinder doch recht
hörbar!
Man weiss noch recht wenig über diese
dämmerungs- und nachtaktiven
Insektenjäger. Es gilt
als sicher, dass fast alle unsere Fledermausarten heute in ihren Beständen
bedroht sind. Alle bekannten deutschen Fledermausarten stehen inzwischen auf
der Roten Liste für bedrohte Tierarten. Unsere einheimischen Fledermäuse sind ohne
Ausnahme Insektenfresser. Das wird den Tieren zum Verhängnis, denn Insekten
sind Mangelware! Insektenvernichtungsmittel, intensive Landwirtschaft und
"überpflegte und zu sehr aufgeräumte" Gärten ohne ausreichend heimische Pflanzen lassen
die Nahrungsquellen bedenklich zusammen schrumpfen. Eine weitere Ursache für den
Rückgang in Europa ist der Mangel an Quartieren, in denen die Tiere
übernachten, überwintern, den Sommer verbringen oder ihre Jungen aufziehen
können. Fledermäuse brauchen zwei Wohnungen, eine für den Winter
und eine für den Sommer. In unseren aufgeräumten Forsten werden alte, höhlenreiche Bäume
zu schnell gefällt, obwohl sie zahlreichen Vögeln, Fledermäusen und
anderen kleinen Säugetieren als ideales Zuhause dienen. Unsere modernen,
gut isolierten Häuser bieten Fledermäusen längst nicht mehr ausreichend
Quartier für Sommer und Winter. Manchmal sind diese Tiere von den
Hausbesitzern auch unerwünscht, obwohl sie eigentlich ganz unproblematische
"Untermieter" sind. Hier spielen sicherlich auch Aberglaube und
"Spukgeschichten", die sich um diese eigentlich sehr hübschen
Tiere ranken, eine Rolle. Sicher ist, dass von diesen Tieren in freier
Wildbahn keinerlei Gefahr ausgeht. Der Pfleger hat gelernt mit ihnen
umzugehen.
In Wülfrath und Umgebung leben auch einige Arten, hauptsächlich wohl grosse und kleine Abendsegler und Zwergfledermäuse ...
diese durfte ich
kennen und lieben lernen :-)
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