Fritzchen sitzt auf dem Bürgersteig, gleich neben dem Grünstreifen
an der Seite und wartet auf seine Mama. Die würde -wie immer- gleich kommen und
ihn füttern. Auf dem Bürgersteig wird es laut und Fritzchen tut so, als wäre
er gar nicht da. Es hilft ihm aber nicht! Die Menschen nehmen ihn mit, ohne zu überlegen!
Wo Fritzchen gewohnt hat, haben sie später vergessen. "Vögel fressen Würmer"... also versucht man alles, dem kleinen
Kerl einen Wurm in den Schnabel zu schieben. Fritzchen mag nicht... Erst als er immer stiller wird, sucht man Hilfe...
und nach ein paar Telefonaten, landet er dann bei uns.
Man sieht's ihm an.. Fritzchen ist fix und alle, müde, hungrig
und hat Sehnsucht nach Mama und Geschwistern!
Er wird erst einmal ein ein Kästchen gesetzt, weich
gepolstert... und er bekommt
frisches Wasser mit Traubenzucker. Das mobilisiert seine Lebensgeister und er fängt prompt an,
lautstark nach der Mama zu rufen!
Das noch ungewohnte Futter mag er nicht und schüttelt sich kräftig.
Kurze Kontrolle, Fritzchen wiegt gute 65 Gramm und kann sich ein- zweimal ausspucken
leisten. Er hockt in seinem Kästchen, schaut nach oben... immer nur noch oben...
KEIN HIMMEL, KEINE MAMA, KEINE GESCHWISTER :-(
Er wird immer leiser und stiller, schluckt alles was er bekommt mag meine Hände und die Pinzette aber trotzdem nicht so recht.
Am nächsten Tag kommt er in einen grossen Käfig, der Boden ist
ausgelegt mit einer Lage Zeitung, Grünzeug, Gartenerde, Wasser- und Futternapf.
Alles wird misstrauisch untersucht, das Wasser ist interessant genug
um einmal ein Häufchen reinzumachen. Das Futter ist komisch, das könnt
ihr selber essen. Der Erdhaufen, naja, bisschen zertrampeln könnt man den ja mal.
Langsam gewöhnt sich Fritzchen an die Hand.. die Stimme, die
ihm leise was erzählt, die Pinzette. Diesmal lässt sie einen Regenwurm auf die zertrampelte Erde fallen..
NeNe. nicht so,
Fritzchen sperrt den Schnabel weit auf und wartet ungeduldig bis
der Wurm drin landet
hmmmmmmm....... ihm gehts schon besser....
Fritzchen war noch klein, ein gerade aus dem Nest gesprungener Ästling,
wäre er ein paar Tage nur älter gewesen, hätte er sich nicht mehr so leicht "gefügt"...
die Vögelchen "verhungern am gedeckten Tisch"!
oder andersrum, sehr viel jünger, kaum Federn, lässt sich freiwillig nicht füttern,
kann seine Körpertemperatur
alleine nicht halten.......
auch da wäre es sehr schwierig für Fritzchen zu überleben.