Wildtiere im Zirkus: Die Schattenseite der Unterhaltung

Sie haben sicher schon von den Protestaktionen PETAs und anderer Tierschutzorganisationen gegen die Dressur von Wildtieren für den Zirkus gehört. Vor allem der Fall von TYKE wird häufig als Argument genannt. Zuletzt legten sich die Protestler in einheitlich grauer Unterwäsche in Form eines Elefanten vor das Brandenburger Tor, um auf die Sachlage aufmerksam zu machen.

Worauf wollen wir hinaus? Dieser Artikel soll sich mit der schon im Titel genannten Schattenseite der beliebten Unterhaltungsform Zirkus beschäftigen. Was steckt wirklich hinter den Aussagen der Tierrechtler?

Lesen Sie den Artikel und bilden sich Ihre Meinung dazu. Nun will ich aber nicht mehr lange um den heißen Brei reden sondern beginnen.

„Es reicht mir,

ich halte das nicht mehr aus. Mein Blut kocht. Die Einsamkeit. Jede Nacht dränge ich mich in die selbe kalte Ecke. Seit gefühlten 3 Jahren finde ich keinen ruhigen Schlaf mehr. Schon mehrmals startete ich den Fluchtversuche, doch nie vermochte ich es zu fliehen. Immer wieder haben sie mich eingefangen und in meinen Wagon gepfercht. Ich kann die verzweifelten Schreie der anderen Tiere vernehmen, jedes Mal, wenn ich mich traue zu lauschen. Viele wurden schon Kindesalter von ihren Familien getrennt und hertransportiert. Sie rufen nach ihren Elten, in der Hoffnung, sie können es hören. Aber sie sind weit weg, dort, wo sich Menschen nur selten blicken lassen. Menschen! Ich verabscheue ihre Art. Ihnen ist es egal, wie es sich anfühlt, ein Sklave der Unterhaltung zu sein. Hauptsache wir machen Kunststückchen zu ihrer Belustigung. Mir reicht es! Mein nächster Auftritt, wird mein letzter Auftritt sein!“

Mag TYKE so gedacht haben?

Während einer Aufführung am 20. August 1994 stürmte Tyke aus der Manege und tötete so ihren Trainer. Nach 86 Schüssen lokaler Ordnungshüter erlag sie schließlich dem Tod.

Der Monolog ist zwar frei erfunden, doch er  zeigt die vielen Aspekte der Wildtierhaltung im Zirkus auf. Stress durch Einsamkeit, Transport und Enge. Das Gefühl ein Sklave zu sein. Für keine Spezies etwas Schönes, weder für uns Menschen, noch für Elefanten, Tiger oder Affen.

Wilde Tiere haben den Anspruch auf Auslauf, Rudel und Freiheit. Es gehört zur Natur einer Raubkatze auf Beutejagd zu gehen. Es gehört zur Natur eines ………. Man könnte diesen Satz ewig weiterführen. Es sind noch etliche weitere Punkte  zu berücksichtigen, welche in einem ausführlicheren Text zu viele Seiten in Anspruch nehmen würden, weshalb ich sie hier nur kurz aufführen werde:

→ Einsatz von Gewalt zur Bestrafung von Fehlern

→ Verletzung klimatischer Ansprüche

→ unwürdige Haltungsbedingungen

→ Vernachlässigung sozialer Bedürfnisse (Familie etc.)

→ und viele mehr

Fazit:

Die Haltungsbedingungen der Tiere im Zirkus sind meist unwürdig und mit Ihrem Besuch einer solchen Einrichtung unterstützen Sie diese Quälerei! Denken Sie an Tykes Beispiel.

Ab jetzt nur noch in den Zirkus, sollten KEINE Wildtiere teil der Aufführung sein!

geschr. Thorben Gellesch 13 Jahre