bobotor

Unserem Bobo ging es bis Mitte September 1998 dann auch wirklich recht gut. Er kam in einen Stall mit anderen Pferden und Menschen prima zurecht. In seiner Box akzeptierte er zwar nach wie vor kein anderes Pferd oder Tier, welches „vorhatte“ länger dort zu bleiben oder gar dort zu übernachten. Das war eine Eigenart von ihm und die musste man akzeptieren, auch wenn wir es anders für ihn schöner gefunden hätten. Aber da sonst mit allem und allen prima zurecht kam und als freundliches umgängliches Pferdchen galt, war es einfach okay so!

Mitte September bekam er wieder eine Augenentzündung und wurde wieder dünner. Wir bekamen die Entzündung der Augen mit Salbe, Tropfen und Antibiotika wieder in den Griff. Bobo bekam zusätzlich etwas kalorienreicheres Futter. Dafür musste jemand von uns zweimal täglich zu ihm fahren und schauen, dass er auch futterte. Außerdem: er wartete ja auch auf uns und die Schmuseeinheiten, die Unterhaltung.
Ganz langsam schien es wieder aufwärts zu gehen.

Inzwischen bekundete der Märchenzoo in Ratingen Interesse an Bobo. Er sollte dort einem kleinen Eselchen Gesellschaft leisten. Dieses Eselchen und die Unterbringung dort wollten wir uns aber erst einmal anschauen. Wegen Bobos angeschlagener Gesundheit und seiner Abneigung gegen andere Tiere während der Schlafenszeit in seinem Stall, hatten wir nämlich – trotz dieser an sich schönen Aussichten für unseren „Dicken“ – doch arge Bedenken.

Leider waren diese Bedenken auch berechtigt .. und sie waren letztendlich dramatischer, als wir uns das vorstellen mochten.

14. Oktober 1998 – Der Abschied von Bobo

In der Nacht vom 13. auf den 14. Oktober erlitt Bobo einen schweren Kreislaufkollaps und stürzte schwer. Am Tag zuvor war eigentlich noch recht guter Dinge und daher war ein solcher Zusammenbruch nicht zu erwarten. Durch die beim Sturz erlittenen Verletzungen konnte er sich nicht mehr aufrappeln und musste dann leider am frühen Morgen des 14. Oktober 1998 eingeschläfert werden.
Eine weitere Behandlung, Herz und Kreislauf betreffend, zusätzlich zu den erlittenen Verletzungen , wäre ihm  nicht zuzumuten gewesen.

 

BobozooZeichnungen und Text: I. Niesenhaus