Nachfolgendes gilt im Grunde für alle Arten von Haustieren. Sie brauchen für alle Tiere Zeit, Geduld und Platz. Finanzieller Aufwand ist immer nötig, egal ob das Tier groß oder klein ist .. Fell oder Federn hat.


Kaufen Sie keinen Hund, keine Katze aus obskuren Quellen .. z.B. von Unbekannten, die oftmals kranke und viel zu junge Welpen direkt aus einem Kofferraum oder Lastwagen heraus weggeben. Manchmal gibt es sie auch im Ausland auf Märkten o.ä. zu erwerben. Bei allem Mitleid, dass sie empfinden, wenn sie dieses Elend sehen, lassen Sie die Finger davon. Sie tun sich (ihrem Geldbeutel und Seelenheil) und dem kleinen Kerl letztendlich keinen Gefallen. Außerdem verhindert auf Dauer gesehen, das Nichtkaufen evtl. auch solche miesen Geschäfte!

Machen Sie sich schlau.. beantworten Sie sich ganz ehrlich einige Fragen:

.. kann ich die Zeit aufbringen, mich u.U. mehr als 15-20 Jahre um das Tier zu kümmern

.. kann ich mir das finanziell leisten: Kastrationen, Impfungen, Wurmmittel, Verletzungen, Krankheiten (oft auch schwere) usw. Dazu kommen Versicherung und Hundesteuer. Der Chip zur zweifelsfreien Wiedererkennung. Weiter braucht der Hund natürlich Futter!

.. Hundeschule? Ziehen alle Familienmitglieder mit? Wie sieht das aus mit Allergien? Platz? Urlaubsversorgung? Auch diese Dinge kosten Geld!

.. Erlaubt der Vermieter Tierhaltung? Erlaubt er, wenn Sie sich z.B. einen Pitbull anschaffen wollen, diese Haltung? Könnte es trotz Erlaubnis Stress mit anderen Nachbarn geben? Die Wohnung groß genug? Ausreichend und schöne Wege zum “Gassi gehen“ vorhanden?

.. Rüde oder Weibchen? Was für Hunde gibt es in der Nachbarschaft? Fragen Sie evtl. nach, mit wem sich die Tiere vertragen. Fragen Sie im Tierheim bei einem älteren Hund, ob er Rüden oder Weibchen, Kinder oder Katzen mag!

.. Wie ist das mit Kindern? Sind sie noch klein und haben nicht genug Verständnis für ein Tier? (Hunde, Katzen, Kaninchen usw. sind keine Plüschtiere)

.. Haben Sie es gerne sauber? Würden Sie sich davor ekeln, die Hinterlassenschaften Ihres Hundes zu beseitigen? Schlafen Sie gerne sehr lange? (und ohne Hund oder Katze im Bett?) 😉

.. Welpe? Älterer Hund/Katze? Aus dem Tierheim, vom Züchter oder aus einer Zeitungsanzeige? Aus dem Ausland (dazu steht dann weiter unten noch etwas)? Aus schlechter Haltung übernehmen?!?

.. Haben Sie Hunde/Katzen-Erfahrung? Was wissen Sie über die Hunde- oder Katzenrasse, die Ihnen im Kopf herumgeht?

Können Sie alle diese Fragen und sicher noch ein paar mehr NICHT bedingungslos mit JA beantworten, zögern Sie auch nur bei einer……… dann überlegen Sie sich diese Anschaffung lieber noch einmal ganz genau. Letztendlich soll der neue Hausfreund Ihnen Freude machen und er soll Freude mit Ihnen haben 🙂


►► Tiere aus dem Ausland – speziell aus den südlichen und östlichen Ländern Europas und Asiens

Wir möchten uns gar nicht allzu weit hier darüber auslassen: Tatsache ist, dass wir als Tierschutzverein das Verbringen von Hunden und Katzen nach Deutschland nicht wirklich gut heißen können. Es gibt auch hier genügend Probleme, die Tierheime sind voll mit vermittelbaren Tieren. Man sollte einfach erst einmal dort schauen. Es kann nicht sein, dass man oft genug hier in einem Tierheim kein Tier aus Deutschland unterbringen kann, weil es belegt ist, mit ausländischen Hunden und Katzen :-(.

Hinzu kommt, dass speziell viele Hunde aus den Ländern Italien, Portugal, Spanien, z.T. auch aus Griechenland und einigen östlichen Mittelmeerländern an der sogenannten Mittelmeerkrankheit (eine Zoonose, welche auch auf Menschen übertragen werden kann) leiden. Bitte dem Link folgen und sich die Seiten mal genau durchlesen. Eine Krankheit, die mittlerweile auch hier, durch die eingeführten Tiere, verbreitet ist.

Im Übrigen haben Straßenhunde und Streuner ihre ureigenen Probleme. Fast immer müssen sie lebenslang an der Leine geführt werden. Sie sind ein “freies Leben“ gewöhnt, das nutzen sie auch aus, sobald sich die Gelegenheit bietet “’schwupp .. sind sie um die nächste Ecke verschwunden 🙂 “‘ und das ist nur sehr schwer zu ändern!

Nein, wir wollen Ihnen ganz sicher nicht Ihre Idee, einem solch ‚armen Geschöpf‘ ein gutes Zuhause zu geben, ausreden. Das geht bestimmt auch in vielen Fällen gut 🙂 .. aber eben oft auch nicht und dann ist der Kummer groß!

Diese Tiere, Hunde wie Katzen, sollten dort behandelt und versorgt werden, wo sie leben. Kastrationen an Ort und Stelle durchgeführt werden usw. Wer Geld übrig hat, sollte es den entsprechenden Organisationen senden und diesen die Ausführung solcher Maßnahmen überlassen!