Ziervögel: Hier gibt es große Unterschiede. Informieren Sie sich bitte genau, was Haltung, Futter, Zusatzfutter usw. angeht. Manche Vögel, wie Papageien können seeeehr alt werden. Auch hier sollten Sie sich genau informieren. Bevor Sie sich einen (zwei sind immer besser) anschaffen, stellen Sie sich ein paar Fragen: Kann ich dem Platzangebot gerecht werden? Vögel werden nicht stubenrein – kann ich mit Staub und rumfliegenden Körnern leben? Allergien? Können die Tiere auch mal ne Weile gefahrlos frei fliegen? Habe ich die Zeit für Käfig- oder Volierenreinigung? Urlaubsbetreuung möglich? .. ERST DANN, wenn Sie alles positiv beantworten können, suchen Sie sich IHREN Piepmatz (wie schon erwähnt, besser zwei 😉 ) aus!


Kaninchen, Meerschweinchen: Das richtige Futter! Anders als bei Hund und Katze scheiden Kaninchen und Meerschweinchen Kalzium nicht über den Darm, sondern über die Niere und somit über den Urin aus. Das bringt die Gefahr von Harnsteinen mit sich. Ein Überangebot an Kalzium, reduzierte Flüssigkeitsaufnahme und mangelnde Bewegung begünstigen die Bildung von Harnsteinen.
Unsere Tipps:
→ zur Fütterung: luzernefreies Heu (fördert auch den Zahnabrieb und sollte grundsätzlich IMMER ausreichend zur Verfügung stehen), bei Frischgrün gilt: je dunkler das Grün, desto höher der Kalziumanteil, also eher hellgrünes (Eisbergsalat, Fenchel .. ) füttern, Körnerfutter sollten vom Nahrungsplan gestrichen werden, keine Mineralsteine anbieten.
→ zur Flüssigkeitsaufnahme: um eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme zu erreichen zu den Nippeltränken auch Schalen mit Wasser anbieten. Wasser schmeckt als Tee oder verdünnt mit Bio-Möhrensaft vielleicht besser. Beides anbieten!
→ zur Bewegung: Gibt es genug Auslauf (nicht nur im Käfig halten, Bodenbeläge wechseln (Stein-Holz-Gras)? Mehr geht meist immer! Bitte keine Einzelhaltung! Futterplätze wechseln, verstecken oder erarbeiten lassen! Die Tiere gehören NICHT jahrelang in einem Käfig eingesperrt in ein Kinderzimmer!!


Stadttauben: Auch wenn man es nicht glauben mag, sie sind ‚Haustiere‘, zum. waren sie es, bevor sie verwildert sind. Das „Problem Stadttaube“ ist hausgemacht. Taubenzüchter lassen ihre Tiere fliegen (sie nennen es Sport) in der Hoffnung, sie schaffen es in einer guten Zeit wieder zurück in den Taubenschlag. Viele schaffen es aus den verschiedensten Gründen nicht: Tod durch Verletzungen oder Greifvögel, verflogen, Witterungseinflüsse, Unerfahrenheit (viel zu jung!). Einige von denen die überleben, kommen zu spät nach Hause (was ihr Todesurteil sein könnte), andere bleiben wo sie gelandet sind. Diese werden immer Menschen zufliegen (sie sind es nicht gewohnt, selber Futter zu suchen), in der Hoffnung dort Futter zu bekommen. Man versucht in den Städten, die Taubenmenge durch Tötungen, grausamen Abwehrmaßnahmen, Fütterungsverbote usw. in den Griff zu bekommen. Klappt aber nur bedingt. Taubentürme (in Wülfrath haben wir einen), kontrollierte Fütterung, Eieraustausch usw. helfen artgerecht und im Sinne des Tierschutzes.

Wie auch immer: 
Zum Schluss möchte ich noch bemerken, dass das Problem „Stadttaube“ ein durch Menschen verursachtes Problem ist, und wir somit gewissermaßen dazu verpflichtet sind, uns um die Tauben zu „kümmern“ und nicht das Recht besitzen, sie einfach zu töten!