*~~~*~~~*Schmuse*Kampfhund *Damon*~~~*~~~*

Damon.. mittlerweile etwa 14 Jahre alt

Hallo, mein Name ist Damon. Ich bin ein American-Pitbull-Terrier, also ein Hund der "Anlage 1 der Hundeverordnung", ein Kampfhund! Hierzu gibt es einen Link Kampfhundeverordnung NRW
Ich, Damon, möchte Euch heute meine Familie und meine Freunde vorstellen.
Und ich möchte Euch zeigen, dass ein Grossteil meiner Kollegen ganz liebe und freundliche Tiere sind. Ich möchte, dass Ihr versteht, das meine Artgenossen, die so schreckliche Dinge u.a. in Hamburg angestellt haben, nicht verantwortlich gemacht werden können.
Das Monster ist nicht der Hund, das Monster hängt am anderen Ende der Leine!

damon, verkleidet ;-), auf einem Campingplatz Pitbull - Baby

er liebt Kinder mit Diana

Ich wohne bei Britta, Uwe und dem -mittlerweile-  4 Jahre alten Sohn Thorben.
Bei uns leben noch zwei Katzen und eine Sumpfschildkröte. Die Kröte *Francis* habe ich schon ausgiebig beschnuppert, aber die ist eher langweilig. Die *Dicke*, unsere Katze, ist die Chefin bei uns. Sie ist sehr aufgeweckt und verschmust, aber sie kann auch ziemlich zickig sein. In der einen Minute gibt sie mir ein Küsschen, in der anderen haut sie mir grundlos einen auf die Nase. Ich "sage" dann aber nichts, weil ich weiss, dass sie mich eigentlich sehr gern hat. Frauen eben!! Charlie, der Kater, ist viel gelassener und ruhiger. Wir teilen uns das Futter und spielen Fangen zusammen. Erst jagt er mich, dann ich ihn, bis wir uns totmüde auf's Sofa legen und schlafen. Wenn Charlie Futter klauen geht, bekomme ich immer etwas ab.
Als Gegenleistung mache ich ihm die Packung auf :-)

Beim Tierarzt habe ich einen Mikrochip hinters Ohr gespritzt bekommen. Britta meint, sie findet diese Kennzeichnungspflicht sehr gut. Wenn ich mal "verloren" gehe, kann man mich schnell wieder nach Hause bringen. Ausserdem werden weniger Hunde ausgesetzt, weil der Besitzer schnell gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden kann. Das gilt natürlich auch für Hunde, die etwas anstellen.

Ich gehe gern zum Tierarzt, lauter nette Menschen und Tiere und vor allem LECKERCHEN :-). Dort bin ich auch kastriert worden. Die Regierung meint, ICH sei böse, daher darf ich keine Nachkommen zeugen. Züchtung verboten! Irgendwann wird es keine Pitbulls mehr geben. Das finde ich schade. Unter Kennern gelten wir als Familienhunde mit starken Nerven und einem gutmütigen Charakter. Wir gelten als mutig und unerschrocken, was von Vorteil ist, da Hunde, die nicht schreckhaftsind, nur schwer aus dem Konzept zu bringen sind :-)

Britta und Uwe hatten eine Menge Laufereien wegen mir, damit sie mich behalten durften. Ordnungsamt: anmelden, polizeiliches Führungszeugnis, Fragebogen ohne Ende, Versicherung, Chip. Keine Einwände!! Ein Tierarzt des Kreisveterinäramtes kommt mich zu Hause besuchen. Weil er einen guten Eindruck von mir und meiner Familie hatte, durfte man mich zum Wesenstest anmelden. Dort wurde dann geprüft, wie ich mich mit anderen Tieren, Kindern und Hunden gegenüber verhalte. Das hat ein paar Stunden gedauert, aber war für mich ein Kinderspiel. Jetzt darf ich ohne Maulkorb an der Leine laufen, darüber bin ich sehr froh, denn der hat doch immer sehr an der Nase gejuckt. Diesen Wesenstest muss ich alle zwei Jahre wiederholen.

Der Test ist in NRW freiwillig, allerdings müssen alle Hunde, die nicht teilnehmen, bis an ihr Lebensende den Maulkorb tragen. Der Test ist, entgegen aller Gerüchte, sehr fair und hundegerecht gestaltet. In anderen Bundesländern ist der Test Pflicht, um überhaupt die Erlaubnis zur Haltung des Hundes zu bekommen.

Mein Frauchen musste einen Sachkundenachweis erbringen. Hierfür muss sie Fragen beantworten zu artgerechtem Halten, Hundeerziehung usw. Sie muss nachweisen, dass sie sich mit Hundehaltung und -erziehung auskennt. In jedem Bundesland sind die Bestimmungen anders. So muss z.B. ein Hund mit Maulkorbbefreiung aus NRW in einem anderen Bundesland den Maulkorb u.U. wieder tragen. Die bundeseinheitliche Verordnung wird demnächst vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt. Tierschützer und Hundehalter und objektive Politiker forderten vor dem Gericht die Abschaffung der Rasselisten und eine Gefahreneinstufung unabhängig von der Rasse, da ein angeborenes, höheres Aggressionspotenzial bei "sogenannten" Kampfhunden wissenschaftlich NICHT nachweisbar ist. Die Listen wurden von den Ländern damit verteidigt, dass die Hunde auf Grund ihrer Größe und Kraft eine potentiell höhere Gefahr darstellen. Dieser Argumentation ist nicht zu akzeptieren, da andere große Hunde, z.B. der Deutsche Schäferhund und die Deutsche Dogge, auf keiner dieser Listen auftauchen!!

Meine Leute finden die Grundidee einer Hundeverordung gut! Denn schliesslich geht es darum, Mensch und Tier vor skrupellosen Haltern und Züchtern zu schützen. Aber macht es Sinn, dies auf einige wenige Rassen zu beschränken?
Kann man nicht jeden Hund zu einer "Waffe" erziehen? Ich jedenfalls wünsche mir eine Verordnung, die alle Menschen vor potientiellen Übergriffen sämtlicher Hunde und alle Hunde vor der Qual eines Abrichtens, und damit vor einem unwürdigen Leben, schützt. Am meisten aber wünsche ich mir, dass die Menschen nicht mehr soviel Angst vor mir haben, andere Hunde und Kinder wieder mit mir spielen dürfen und freue mich, endlich ohne Maulkorb draußen schnuppern zu dürfen!

Nachtrag April 2006: Mittlerweile bin ich fast 14 Jahre alt und kein "SpringinsFeld" mehr ;-) und leider auch schon ziemlich grau um die Nase. Manchmal kann mich ein Jüngerer -so wie heute- noch dazu überreden, mit ihm über ein Feld zu flitzen. Aber das merke ich dann doch .. das Herz klopft dann arg und am besten legt sich ein *alter Mann wie unser eins* dann aufs Sofa -am besten unter die Decke, damit einen keiner nervt, weil nicht sieht ;-)- und ratzt ein paar Stündchen vor sich hin. 

Ein liebes *WUFF* ......euer Damon

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