27. März 2006 Im Polargebiet Nordkanadas beginnt kommenden Dienstag (28.03.06) die Jagd auf die jungen Sattelrobben.
Die Robbenmütter können vor den Pelzjägern fliehen, aber die kleinen Babys bleiben liegen und sind ihren Schlächtern hilflos ausgeliefert.
 
Bis zu 320.000 Robbenbabys fallen in diesem Jahr wieder der Pelzindustrie zum Opfer. Kanada hat 1995 die Robbenjagd wieder zugelassen. Ein erneutes Verbot zeichnet sich trotz weltweiter Proteste nicht ab. 
Der kanadische Fischereiminister bezeichnet die Robbenjagd als wichtige Einnahmequelle und meint, dass Lebendhäutungen seltene Ausnahmen seien. Weltweit wurde in 50 Städten protestiert

schreibt dazu und fordert auf:

Ungeachtet vielfacher internationaler Proteste von Tier- und Naturschutzorganisationen, verkündete auch dieses Jahr wieder die kanadische Regierung, die Jagd auf Hunderttausende Robben zu genehmigen. 325.000 Sattelrobben, 10.000 Klappmützen sowie   10.500 Kegelrobben wurden vom kanadischen Fischerei- und Meeresministerium 2006 offiziell zum Töten freigegeben. 
 
Die Robbenjäger gehen bei ihrem Handwerk alles andere als vorsichtig mit den Tieren um, so dass auch noch lebenden Jungtieren das Fell abgezogen wird. Das Erschlagen mit Knüppeln oder der Abschuss der Robben ist mit erheblichem Tierleid verbunden. So erhalten die Robben bei der Jagd mit einer Art Fischanlandungshaken, dem „Hakapik“, einen Schlag auf den Hinterkopf. Der Schädelknochen soll brechen und das Tier bewusstlos werden. Unerfahrene Jäger brauchen dafür oft mehrere Versuche. Danach wird die Spitze des „Hakapiks“ tief ins Gehirn getrieben.

Die Begründung der kanadischen Regierung, die Tötung der Robben trage zur Erholung der Kabeljaubestände bei, ist mehr als fadenscheinig. Es ist kein Geheimnis, dass der weltweit besorgniserregende Rückgang wirtschaftsrelevanter Fischarten überwiegend auf die industrialisierte Ausbeutung der Weltmeere durch internationale Fischereiflotten zurück zu führen ist.
 
Protestieren auch Sie bei der Kanadischen Botschaft in Berlin gegen das massenhafte Abschlachten von Robben.
 
An den Botschafter von Kanada
Seine Exzellenz Herrn Paul Dubois
Friedrichstr. 95
10117 Berlin
Fax 030 / 20312111
Brlin@Dfait-Maeci.Gc.Ca
 
 
Protesttext:
 
Exzellenz,
 
ich fordere Sie auf, unverzüglich das grausame Abschlachten von Robben  zu stoppen. Bitte machen Sie der Regierung Ihres Landes deutlich, dass das massenhafte Abschlachten von Robben ein Schlag ins Gesicht aller Tierfreunde ist und dass eine Fortsetzung der Tierquälerei, deren Ende noch nicht absehbar ist, nicht akzeptiert werden kann.

  Mehr zu diesem Thema können Sie hier nachlesen:
Und nun ein warmes Bad - im eigenen Blut
Blutige Massaker im Eis: Kanadier starten Robbenmord (PM v. 16.03.06)
Kanadier starten erneut Robbenmord (PM v. 23.03.05)

 

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