Kröten

Die ersten feuchtwarmen Februar- und Märztage locken Kröten, Frösche und Molche aus ihren Winterquartieren. Damit beginnt die große Wanderung zu den Laichplätzen. Vor allem in Abend- und Nachtstunden überqueren die kleinen Amphibien scharenweise Strassen und Wege, um zu Teichen und anderen Feuchtgebieten zu kommen.
Autofahrer sollten besonders auf die Krötenwanderungen
(Hinweisschilder) achten!!

Riesige Scharen von Kröten, Molchen und Fröschen wandern nachts kilometerweit durch den Wald. Sie folgen dabei seit Generationen dem Weg, den schon Eltern und Großeltern gegangen sind. Teilweise werden Strassen, die sie dabei überqueren, von der Polizei gesperrt und/oder die Autofahrer durch das Radio und Hinweisschilder gewarnt. Wo eine Sperrung nicht möglich ist, werden die Tiere von
freiwilligen Helfern über die Fahrbahn begleitet. Es werden Unterführungstunnel gebaut, um den Tieren ein gefahrloses Unterqueren zu ermöglichen.

Die Erdkröten sind nur faustgroß, aber immer mehr Menschen zeigen Interesse am Leben dieser Tierart. Die Erdkröte verbringt den Winter eingegraben im Waldlaub. Wenn die Tage länger werden, erwacht sie aus ihrer Winterstarre. Wenn es jetzt noch anfängt zu regnen, sind die Tiere nicht mehr zu stoppen.
Seltsam!! als hätten sie sich abgesprochen, wandern oft in einer Nacht 1000ende von Tieren los!!
Hier ist dann oft die Hilfe von Tierfreunden und -schützern nötig.

Begegnen sich auf der langen Wanderung Krötenmännchen und -weibchen, nimmt sie das viel kleinere Männchen auf den Rücken und trägt es den weiteren Weg. Im „Doppelpack“ treffen die Tiere dann an ihrem Teich ein. Spätestens jetzt treffen sich auch die letzten Pärchen, um ihre Eier in langen Schnüren um Pflanzenstängel zu wickeln. Nachzügler, die im April noch nicht in ihrem Teich angekommen
sind, besiedeln neue Teiche und legen ihre Eier sogar in Pfützen ab. Nach der Eiablage verlassen die Elterntiere das Gewässer und verbringen den Sommer auf Wiesen, Feldern und in Gärten. Sie ernähren sich von Insekten. Im Winter ziehen sie sich wieder in den Wald zurück.

Bedroht wird der Lebensraumes der, ansonsten recht anspruchslosen, Kröten, durch die moderne Landwirtschaft und dem zunehmenden Straßenverkehr. Es gibt immer weniger Teiche und die Tiere müssen immer längere und gefährlichere Wanderwege zurücklegen.

Wer mithelfen möchte, dass die Tiere unversehrt ihre Ziele erreichen, lässt – wenn möglich – das Auto stehen. Die Tierschutzvereine brauchen Helfer und Helferinnen, die Kröten über die Straße tragen und die Fangzäune kontrollieren.
Auch wer sich nur einmal engagieren möchte, ist willkommen.
Eine Liste mit Kontaktadressen findet sich auf der Seite amphibienschutz.de